Archiv für April 2006|Monatliche Archivseite
Ökotopia — Veranstaltung
Vom 29.April bis zum 01.Mai 2006 veranstaltete die plattform für daNeben zusammen mit Komma klar, der Heinrich-Böll-Stiftung und der GHG Halle einen Workshop zum Thema „Nachhaltigkeit in Alltag und Lebensstil“. In der öffentlichen Auftaktveranstaltung wurden die Vorträge „Öko ist uncool – zwangsläufig?“, Mensch, Technik, Umwelt – Wechselwirkungen aus psychologischer Sicht (Umweltpsychologe Prof. Dr. Volker Linneweber) und „Wirksamkeit, Kreativität und Handlungsfähigkeit im Leben“ – Überlegungen aus der Potsdamer Denkschrift 2005 (Humangeograf und Ökologe Dr. J. Daniel Dahm) gehalten. Beide Vorträge, die in anbetracht der Herausforderung, die die ökologische Krise an uns stellt, jeweils unterschiedliche Probleme und Handlungspotentiale heraus arbeiteten, gaben erste Impulse für eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema. Michael Suckow, Kulturwissenschaftler, verband in seinen Ausführungen am Samstag Vormittag Nachhaltigkeit mit Design. Sechzehn Teilnehmer (Studenten und Absolventen der Burg Giebichenstein, der MLU, der Bauhaus-Universität Weimar und ein Unternehmer aus Wolfsburg) versuchten im anschließenden Workshop das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten und zu diskutieren. Der Workshop wurde nach dem Prinzip des Open-Space unter der Leitung zweier Begleiter durchgeführt. Am ersten Tag hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, Themen vorzuschlagen, die im Laufe der nächsten zwei Tage in strukturierter Abfolge, teilweise parallel, behandelt wurden. Man hatte die Möglichkeit über Themen und Projekte zu referieren oder auch ein Thema als Ausgangspunkt einer generellen
Auseinandersetzung der Gruppe anzubieten. Die Zielsetzung und die Herangehensweise an das Thema blieb offen. Auch, dass Gruppen sich vorzeitig auflösten, kam vor, wenn sich beispielsweise das Thema erschöpfte oder wenn im Nebenraum eine anregende Diskussion von statten ging. Dieses offene Prinzip des Open-Space hat den einzelnen Teilnehmern viel Engagement und Eigenbeteiligung abverlangt und zu einem starken Gruppengefühl geführt.
Auszüge der Themen:-„cradle-to-cradle“-Konzept -Gemeinsam gegen Einsam – Zukunft gemeinschaftstauglich gestalten-Design im Spannungsfeld von Materialität und Spiritualität-Lebensmittel, Regionalität vs. globaler „fair trade“-Ökologisches Bewusstsein bzw. Wahrnehmung bei Kindern schaffen-In wiefern kann das Design eine Idealgesellschaft formulieren?-Wasser- und Nährstoffkreisläufe in der Stadt -Suche nach ökologisch, ethisch und ökonomisch sinnvollen Produkten-Manufakturnetzwerk zwischen Senegal und Deutschland
Am letzten Tag folgten Überlegungen zur Umsetzung, Handlungsmodelle und Initiativen, sozusagen eine Zukunftsperspektive für das Erarbeitete:-Wahrnehmungstraining für Kinder unter Einsatz von Medien -Handlungskonzepte für die Burg: u.a. Vortragsreihen, Manifest, Speakers-Corner -Vortrag zum Thema „soziale Kompetenz“ -Weiterentwicklung der Coop-Initiative-Organisation eines regelmäßigen Open-Space-Treffs (u.a. Podium eigener Arbeiten)
- Teilnehmerzahl: ca. 50 (Vorträge), 16 (Workshop)
- Veranstalter: Manuela Born, plattform für daNeben
- Plattformkosten: 857 EUR
- www.burg-halle.de/oekotopia
Das /Finale Projekt 2006
Studierende der Burg Giebichenstein unter Leitung von Frau Prof. Andrea Zaumseil und das Thalia Theater Halle unter der künstlerischen Leitung von Christian Beck widmeten dem Thema „Schule“ ein interdisziplinäres Projekt. Ein leerstehendes Schulgebäude in Halle wurde für vier Wochen Schauplatz für Theater, Ausstellung, Installation und Performance. Die plattform für daNeben hat das /Finale Projekt mit 250 Euro unterstützt. Das Geld wurde zur Realisierung des Katalogs verwendet. Der Katalog erschien anlässlich des interdisziplinären Projekts /Finale des Thalia Theaters Halle und der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle in der ehemaligen Salzmann-Schule, Heinrich-und-Thomas-Mann-Strasse 11 in Halle, vom 17.März bis 9.April 2006. Daran beteiligt waren 15 StudentInnen aus den Fachbereichen Plastik/Metall, Malerei, Grafik, Kunstpädagogik, sowie neun weitere Gastkünstler. Das Thalia Theater brachte während der gesamten Ausstellungsdauer die Theaterstücke „Der Jasager und der Neinsager“ von Bertolt Brecht und „Frühlingserwachen“ von Frank Wedekind in den Räumen des Schulgebäudes zur Aufführung.
- Plattformkosten: 250 EUR
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